NfR e.V., Langebrücker Str. 14, 01465 Schönborn

Hallo!

Schafgarbe

Achillea millefolium

Familie

Korbblütler

Herkunft

Die Gewöhnliche Schafgarbe kommt von den gemäßigten Zonen Europas bis nach Mittelasien natürlich vor. In Nordamerika, Neuseeland und Australien ist sie eingebürgert worden. Schon in der Antike fand sie als blutstillende und desinfizierende Heilpflanze Verwendung. Aufgrund der Bitterstoffe ersetzte sie lange Zeit den Hopfen bei der Bierherstellung.

Merkmale

Die buschige Staude wird 30 – 80cm hoch und blüht von Juni bis Oktober mit weißen bis rötlich getönten Zungenblüten in schirmförmigen Blütendolden. Die zahlreichen Gartensorten blühen von gelb bis karminrot. Der Artname “millefolium” (tausendblättrig) stammt von den filigranen, fein zerteilten Blättern. Das Kraut enthält reichlich Bitterstoffe und ätherisches Öl, das seinen charakteristischen Geruch ausmacht.

Standort

Die anspruchslosen Stauden gedeihen am besten auf trockenen, nährstoffarmen Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Sie vertragen keine Staunässe. Als sogenannte Pionierpflanzen besiedeln sie rasch brachliegendes Neuland.

Ernte

Blühende, nicht verholzte Triebe werden bis kurz über dem Boden abgeschnitten und zum Trocknen aufgehängt. Anschließend werden sie zerkleinert und in dunklen Behältern gelagert. Zum Würzen verarbeitet man junge, frische Blätter. Für medizinische Zwecke wird die Gewöhnliche Schafgarbe verwendet.

VERWENDUNG

Kräuterküche

Frisch gepflückte, junge Blätter eignen sich als Brotbelag oder als Beigabe zu Salaten, Quark und Gemüsegerichten. Fette Speisen werden durch sie bekömmlicher.

Heilwirkung

Schafgarbe enthält neben ätherischen Ölen Bitterstoffe und Gerbstoffe und wurde schon in der Antike als Heilkraut genutzt. Ein Tee von getrockneten Sprossteilen und Blüten wirkt verdauungsfördernd und entkrampfend. Er hemmt Entzündungen, wirkt blutstillend und hilft bei Menstruationsbeschwerden. Man rechnet 2 gehäufte Teelöffel auf 1/4 Liter Wasser. Alkoholisch verdünnte Tinkturen werden als Naturheilmittel bei Harnwegsinfektionen sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden eingesetzt. Dem Waschwasser beigesetzt, hilft das Kraut äußerlich bei Ekzemen, als Gurgellösung bei Zahnfleischentzündungen.

Schafgarbenwickel
Ein Schafgarbenwickel hilft bei schmerzhaften Bauchkrämpfen und Verdauungsproblemen. Dafür müssen 4 Esslöffel Blüten und Blätter in 1 Liter kochendem Wasser 5 Minuten abgedeckt ziehen. Dann wird der Teesud abgeseiht und ein Handtuch im Tee getränkt. Das ausgewrungene Handtuch auf die schmerzende Stelle legen und mit einer heißen Wärmflasche gut warm halten.

Wichtiger Hinweis!
Das Kraut kann bei sensiblen Personen Allergien auslösen, die Haut wird empfindlicher gegenüber Sonnenlicht. Es sollte deshalb nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden.

Quelle: Dumonts kleines Kräuterlexikon