Salvia officinalis
Familie
Lippenblütler
Herkunft
Der Echte Salbei kommt aus dem Mittelmeerraum, wo er bevorzugt in den Küstenregionen wächst. Seit Jahrhunderten wird er auch im nördlichen Europa als Heil- und Gewürzpflanze geschätzt.
Merkmale
Der immergrüne, leicht verholzende Halbstrauch kann bis 60 cm hoch werden. Charakteristisch sind die länglichen, graugrünen, samtig behaarten Blätter mit dem intensiven Geruch. Im Sommer thronen darüber violettblaue Lippenblüten in dichten Scheinähren. Die Blätter enthalten reichlich ätherisches Öl, unter anderem mit Kampfer, daneben auch Gerb- und Bitterstoffe sowie schleimlösende Saponine.
Standort
Die mediterrane Pflanze liebt es sonnig und warm. Der Boden sollte trocken und gut durchlässig sein.
Ernte
Junge Blätter können bis zum Herbst frisch von der Pflanze gepflückt werden. Zum Trocknen schneidet man die Triebe kurz vor der Blüte. Am aromatischsten sind die Pflanzen im zweiten Standjahr.
VERWENDUNG
Kräuterküche
Die Blätter haben einen intensiven Geschmack und sollten vorsichtig dosiert werden. Sie passen zu Suppen, Fleisch- und Fischgerichten und werden nur kurz mitgekocht. Salbei ist Bestandteil von italienischen Kräutermischungen.
Heilwirkung
Salbei regt die Gallentätigkeit an und macht fette Speisen bekömmlicher. Es wirkt antiseptisch, deinfizierend und fördert die Wundheilung. Der Tee ist eine wirksame Gurgellösung bei Halsschmerzen und wirkt milchhemmend, was ihn zu einem bewährten Mittel während des Abstillens macht.
Kosmetik
Salbeiblätter als Wasch- oder Badezusatz wirken entzündungshemmend und helfen bei unreiner Haut.
Wichtiger Hinweis!
Salbei enthält den giftigen Wirkstoff Thujon und kann in großen Mengen giftig wirken. Mehr als 2-3 Tassen Tee pro Tag sollte man nicht trinken. Schwangere sollten besser auf die innerliche Anwendung von Salbeitee und -öl verzichten.
Quelle: Dumonts kleines Kräuterlexikon